Netzwerk Blühende Landschaft
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Wiesenmeisterschaft 2014

Bereits zum 6. Mal richtete der BN (Bund Naturschutz in Bayern e.V.) und die LFL (Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising) gemeinsam eine Wiesenmeisterschaft aus. Bei dem jährlichen Wettbewerb wurden heuer die schönsten, artenreichen und zugleich landwirtschaftlich genutzten Wiesen im Oberpfälzer Wald und Hügelland gesucht und mit wertvollen Preisen prämiert.

"Hintergrund des Wettbewerbes ist es, ein Zeichen zu setzen und die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für die Erhaltung der Kulturlandschaft bewusst zu machen. Es soll aber auch gezeigt werden, dass nur eine standortangepasste Nutzung artenreiche Wiesen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere bewahren kann. Es handelt es sich also um keinen „Mähwettkampf“, sondern um einen Wettbewerb der Bewirtschafter, die den Aufwuchs artenreicher Wiesen und Weiden sinnvoll nutzen und gleichzeitig wichtige Leistungen für die Allgemeinheit erbringen." (BN).

Heuer haben sogar 58 Landwirte teilgenommen. Den ersten Preis erhielt der Landwirt Josef Schmidt aus Erbendorf, Landkreis Tirschenreuth. Der Rotviehzüchter aus dem Steinwald überzeugte die 8-köpfige Jury mit seinem umfassenden Konzept einer besonders naturschutz gerechten Beweidung. Auf der prämierten Mähweide fanden sich 52 verschiedene Kräuter und Leguminosen.

Holger Loritz bei der Kartierung einer Bauernwiese Foto: BN Ruppaner
Auch das Netzwerk Blühende Landschaft unterstützte die Wiesenmeisterschaft 2014 wieder und Holger Loritz, Leiter des NBL, war diesmal als guter Schmetterlingskenner und Landschaftsökologe Mitglied der Jury.

Hier noch ein persönlicher Eindruck von Holger Loritz:

"Für mich war während der Bereisung der Preisträgerflächen besonders auffallend - ja, ich möchte sogar sagen "beglückend" - welche tiefe Beziehung und große Freude alle Landwirte und ihre Familien an ihren wertvollen und blühenden Wiesen zeigten. Ein solch inniges Verantwortungsbewusstsein für das Land und die darauf gedeihenden Pflanzen und Tiere wünscht man sich für unsere gesamte heimische Landschaft. Denn nur so können auch Spezialisten unter den Blüten besuchenden Insekten, wie die Knautien- Sandbiene, die auf der Wiese des zweitplatzierten Preisträgers flog, langfristig erhalten bleiben."

Weitere Infos und Bilder auf der Homepage des Bund Naturschutz in Bayern e.V.

22.07.2014

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