Netzwerk Blühende Landschaft
Netzwerk Blühende Landschaft

NBL-Fachtagung "Neue Wege zum öffentlichen Bunt - Biodiversität und Attraktivität der Stadt"

12.-14. Juni 2013 an der Fischermühle, 72348 Rosenfeld

Hintergrund


Kurzschwänziger Ameisenbläuling Foto: Ralph Sturm
Seit Jahren gibt es weltweit einen alarmierenden Rückgang der Bienenpopulationen. Schlagzeilen wie "Honigbienen verhungern mitten im Sommer" sind immer häufiger zu lesen. Aber nicht nur Honigbienen leiden unter Nahrungsmangel. In Deutschland stehen zwei Drittel aller heimischen Wildbienen- und Schmetterlingsarten auf der Roten Liste. Allein in der Oberrheinebene ist z.B. bereits die Hälfte der Tagfalter regional ausgestorben. Mit dem Verschwinden der Blütenbestäuber verschwinden auch die auf die Bestäubung angewiesenen Pflanzen. Die Artenvielfalt nimmt ab.

Die Stadt als Potential für Biodiversität

Siedlungsgebiete bieten vielen Tier- und Pflanzenarten inzwischen bessere Lebensbedingungen als ihre zunehmend gefährdeten, ja allzu oft längst zerstörten natürlichen Lebensräume. "Es sei heute leichter", stellte der bekannte Bienenforscher Dr. Peter Rosenkranz fest, "Honigbienen in Großstädten wie Berlin oder München zu halten als in intensiv genutzten Agrarlandschaften. "
Diese Zunahme der Artenvielfalt in urbanen Lebensräumen findet unter dem Fachbegriff "Urban Biodiversity" bei den Strategien zur Umsetzung der Biodiversitäts-Konvention der Vereinten Nationen daher international immer stärkere Beachtung.

Gelder sinnvoll einsetzen - Vielfalt steigern


Wärmeliebender Saum Foto: Rieger-Hofmann
Ökologie, Ökonomie und Ästhetik öffentlicher Flächen stehen oftmals in Widerspruch zueinander. Anliegen des Netzwerk Blühende Landschaft ist es, diese drei Aspekte unter neuen Vorzeichen einer nachhaltigen und "Bestäuberinsekten freundlichen" Stadt- und Freiraumentwicklung zu optimieren.
Das Netzwerk Blühende Landschaft entwickelt daher auch Ideen für Städte und Gemeinden ihren Beitrag zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Ein sinnvolles Mittel zur Aufwertung öffentlicher Grünflächen ist es beispielsweise, kostenintensiven Wechselflor durch nachhaltige Staudenkonzepte oder in Teilbereichen "Vielschnitt-"Rasen durch kräuterreiche Wiesen zu ersetzen. Solche Extensivierungen sind gerade in Zeiten leerer Kassen besonders interessant, denn sie haben eine deutlich positive Kosten-Nutzen-Relation hinsichtlich Ökologie und Ökonomie.

Biodiversität als Markenzeichen

Spätestens nach dem Internationalen Jahr der Biodiversität 2010 könnte so für viele Kommunen der Beginn des Übergangs vom alten "öffentlichen Grün" zum neuen "öffentlichen Bunt" werden. Dies bietet zusätzlich die Möglichkeit, sich nach außen positiv von anderen Gemeinden abzuheben.

Um dies zu erreichen, bedarf es allerdings klarer fachlicher Konzepte und einer Einbindung der Bürger. Spezielle Erfahrungen mit Ansaaten und Pflanzungen sowie gut durchdachter Pflegepläne sind Voraussetzungen.

Fachtagung "Neue Wege zum öffentlichen Bunt - Biodiversität und Attraktivität der Stadt"


Wiesen-Exkursion Foto: Patrick Trötschler

Die vom Netzwerk Blühende Landschaft veranstaltete zweitägige Tagung mit anschließender Exkursion spannte den Bogen von allgemeinen Lösungsansätzen in der Stadtökologie, über Fragen der Umsetzung geeigneter Konzepte, praktischen Erfahrungen von Fachleuten bis hin zum Umgang mit der Öffentlichkeit.


Sie richtete sich an Entscheidungsträger und Praktiker aus Kommunen, Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtner, Techniker und Meister des Landschaftsbaus, Fachleute aus Naturschutz und Imkerei sowie Aktive in den Regionalgruppen des NBL-Netzwerks und interessierte Laien.

Programm 2013

Pressebericht zur Tagung 2013


Organisation:
Netzwerk Blühende Landschaft unter der Trägerschaft von Mellifera e.V.
Fischermühle 7
72348 Rosenfeld


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